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Es ist bereits die vierte Auflage des Weiterbildungsangebotes für Leitende von Sportanlagen. Wegen der COVID-19 Auflagen wurde der Start etwas in den Frühsommer verschoben. Vier einzeln buchbare Module stehen im Angebot.

Nüchtern betrachtet sind Sportanlagen Liegenschaften, die täglich intensiv genutzt werden. Es gibt Stimmen, die Sportanlagen mit eienr Fabrik vergleichen. In der Tat ist eine Sportanalge eine funktionale, intensiv genutzte Infrastruktur – ein Mittel zum Zweck. Was aber macht sie so einzigartig?

„Spricht man, … in der Architektur von Raumgefühl, so ist dies Raumgefühl kein abstraktes an sich, kein Gefühl für den Raum schlechthin, der ja anders als an Räumlichkeit gar nicht sich vorstellen lässt. Raumgefühl ist ineinander gewachsen mit den Zwecken; wo es in der Architektur sich bewährt als ein die Zweckmäßigkeit übersteigendes, ist es zugleich den Zwecken immanent. Ob solche Synthesis gelingt, ist wohl ein zentrales Kriterium großer Architektur. Diese fragt: wie kann ein bestimmter Zweck Raum werden, in welchen Formen und in welchem Material; alle Momente sind reziprok aufeinander bezogen. Architektonische Phantasie wäre demnach das Vermögen, durch die Zwecke den Raum zu artikulieren, sie Raum werden zu lassen; Formen nach Zwecken zu errichten.
Umgekehrt kann der Raum und das Gefühl von ihm nur dann mehr sein als das arm Zweckmäßige, wo Phantasie in die Zweckmäßigkeit sich versenkt.“

(Quelle: Adorno. Th.W.: Gesammelte Schriften 10 Bd. 1 (Parva Aesthetica), S. 388, Frankfurt a.M. 1977

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